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Swieta Lipka (Heilige Linde)
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D I E W A L L F A H R T S K I R C H E
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Das kleine masurische Dorf liegt 6 km südöstlich von Rößel auf der Landenge zwischen dem Heiligelinder See (125,3 ha) und dem Wirbel-See (11 ha).
Es ist durch seine schöne Wallfahrtskirche "Mariä Verkündigung" berühmt, die alljährlich von Tausenden von Touristen besucht wird. Das Kirchengelände setzt sich aus dem Gotteshaus, dem Kreuzgang mit vier Eckkapellen und dem Klostergebäude zusammen. Die Wallfahrtskirche, die als Perle des Barock Nordpolens anerkannt ist, erhebt sich an der Stelle zweier Kapellen, die hier früher gestanden haben. Die Kirche ist eine dreischiffige Basilika. 1983 wurde ihr von Papst Johannes Paul II. der Titel "Kleine Basilika" zugestanden.
Sie wurde 1687/93 errichtet; ihr Erbauer war Georg Ertly, ein gebürtiger Tiroler, der lange Zeit in Wilna wohnte.
Die prächtigen Wandmalereien (1722/27) in der Kirche und in den Eckkapellen des Kreuzgangs sind ein Werk des aus Heilsberg stammenden Matthias Meyer. Die kunstvolle Orgel wurde 1721 in der Werkstatt Johann Josua Mosengels in Königsberg angefertigt, umgebaut 1905 von der Firma Terletzki-Göbel. Das Instrument hat 40 Register und ca. 4000 Pfeifen. Der Orgelprospekt ist mit Figuren zum Thema Mariä Verkündigung versehen.
Der Hauptaltar (1712/14), ein Werk von K. Peuker, stellt (in drei Stufen) Mariä Himmelfahrt, Mariä Heimsuchung und das Gnadenbild dar. Letzteres wurde 1640 von dem flämischen, in Wilna tätigen Maler Bartholomäus Pens gemalt. Wertvollste Kunstwerke der Kirche sind der Tabernakel des Samuel Grew und der Ornat der Königin Maria Sobieska. Zum Kirchhof gelangen wir durch das aus Schmiedeeisen kunstvoll angefertigte Tor (ein Werk des Schmiedes Schwarz aus Rößel).
Für die Touristen finden wochentags stündlich zwischen 9.30 und 11.30 Uhr sowie zwischen 13.30 und 17.30 Uhr Orgelkonzerte statt; an Sonn- und Feiertagen um 10.30, 12.30, 15.30 und 16.30 Uhr.
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